Schreibkurs: Teil 2: Die Idee!

Du bist dir sicher? Du willst das wirklich durchziehen?

Na schön!

Nachdem du den ersten Teil meines Schreibkurses gelesen hast und dir nun sicher bist, dass du die nötige Motivation dazu hast und das Ganze auch bewerkstelligen kannst, stellt sich dir häufig die nächste Frage: Worüber soll ich überhaupt schreiben?

 

Um das zu beantworten benötigt man vorher eines: Die Idee. Sie sagt dir, worüber du wie schreiben willst und was es da genau zu beachten gilt. Natürlich ist auch sie kein Selbstzünder, aber da wo eine herkommt, gibt es noch viele viele mehr!

 

Woher kommen die Schreibideen?

Du wirst jetzt vielleicht überrascht sein, aber: Die Ideen kommen von überall her und auch von Nirgendwo.

Ein Beispiel: Mir fallen solche Ideen, Geistesblitze oder Anregungen wirklich überall ein.

Egal, ob ich mich mit Leuten unterhalte, gerade selber lese, einen Film oder eine Serie schaue, Auto fahre oder einfach nur in den unendlichen Sternenhimmel starre. Eine gute Idee kann jederzeit kommen und du wirst davor auch nicht gewarnt.

Das Wichtigste dabei ist: Halte sie fest! Denke dir nicht: "Oh, nette Idee. Naja, egal". Zücke direkt dein Smartphone oder Stift und Papier und halte deinen Gedanken unbedingt fest! Du wirst später auf jeden Fall darauf zurückkommen.

Übrigens kannst du deine Gedanken auch über ein Diktiergerät festhalten. Das nutze ich ebenfalls sehr gerne, da es wesentlich einfacher ist und für mich im Alltag auch praktikabler.

 

Gibt es die berühmte "Muse" ?

 

Tatsächlich muss man sich eines klar machen: Autoren und Autorinnen sind Künstler*innen.

Wir nehmen Ideen, Gedanken oder Anregungen und verwandeln sie mit unseren Händen in etwas Schönes, etwas Ästhetisches und Wertvolles. In unserem Fall: Wir verwandeln sie in literarische Werke.

Da kann man selbstverständlich berechtigt die Frage nach einer Muse stellen und wie es auch bei jedem Künstler sein wird, erhält man darauf unterschiedliche Antworten.

Manche werden angeben, dass Frau und Kinder sie zu neuen Geschichten inspirieren. Wieder andere sagen vielleicht, dass sie die Natur selbst als Anregungsquelle nutzen.

Doch eines ist dabei gleich: Jeder wählt selbst und jeder ist individuell.

Ich selbst würde beispielsweise nicht behaupten, dass ich eine Muse habe, sondern eher, dass ich mich von Allem und Jedem inspirieren lasse.

Zumal ich das ganze auch von einer wissenschaftlicheren Seite betrachte: Mir ist klar, dass meine "Geistesblitze" sehr wahrscheinlich auf die Arbeit in meinem Unterbewusstsein zurückzuführen sind. Aber nur weil ich mir dessen bewusst bin, bedeutet das schließlich nicht, dass diese Ideen weniger beachtenswert sind.

Letztlich ist die berühmte Musenfrage auch unter Autoren eine sehr persönliche. Daher lautet in diesem Bezug wohl der beste Rat: Geh und such dir deine eigene Muse!

 

 

 

 

Jetzt hab ich eine Idee. Was dann?

 

Zunächst einmal solltest du, wie bereits oben erwähnt, diese Idee festhalten. Ab dann sind die Verfahrenswege sehr unterschiedlich.

Manche Autoren*innen setzen sich jetzt direkt an den Schreibtisch und tippen darauf los. Andere wiederum schnappen sich nun Stift und Papier und beginnen damit, große Mind-Maps und Flussdiagramme zu zeichnen, um diese Idee auszuarbeiten.

Ich für meinen Teil tue nach einem Einfall erst einmal nichts. Ja, ganz richtig gehört, ich nehme mir dafür Zeit und warte, lasse die Idee sozusagen etwas reifen. Denn häufig beginnt in dieser Zeit Folgendes:

 

Wo eine herkommt, da gibt´s noch viel mehr!

 

Sagen wir zum Beispiel, du möchtest einen Krimi über einen Mord im Kleingartenverein schreiben. Das ist an sich erst einmal eine gute Idee. Doch diese allein wird nicht dazu ausreichen, um eine Geschichte aus ihr zu machen. Es fehlen dazu schlicht die Rahmenbedingen, oder weitere Ideen.

Also: Wer hat wen getötet? Warum soll ich darüber schreiben? Was waren die besonderen Umstände? Wer hat da mit wem und warum? Was ist der Clou an der Geschichte und wie soll sie möglicherweise ausgehen?

Manche von diesen Umständen fallen einem erst im Laufe des Schreibens ein oder sind von Anfang an vorherbestimmt. Das bedeutet natürlich nicht, dass sich das im Schaffungsprozess nicht ändern kann.

 

Das Sammeln von Ideen, bis hin zu ihrer Ausarbeitung

 

So oder so, du solltest nach der ersten Idee erst einmal sammeln. Wie lange du das tust, musst du selbst entscheiden. Manche sammeln ganze Jahre, andere wiederum nur wenige Wochen.

Danach folgt der erste richtige Schritt auf dem Weg zu deinem eigenen Buch: Du beginnst mit den Planungen und den Ausarbeitungen.

Doch wie genau stellst du das am Geschicktesten an und auf was musst du dabei alles achten?

Das erfährst du im dritten Teil! :)

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