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Unterhaltung im Altersheim

In meiner kleinen Novelle „Aus vergangenen Tagen“ beklagt sich mein Hauptcharakter Paul, dass in seinem Altersheim nie etwas los ist. Nichts wird unternommen, es gibt kaum etwas zu sehen und auch sonst scheint sein einziger Lichtblick der schöne Garten zu sein.

Doch wie ist das heute? Vegetieren SeniorInnen in Altersheimen vor sich hin, oder gibt es da sowas wie ein Unterhaltungsprogramm?

Ich habe ein bisschen recherchiert und ein paar wirklich interessante Beispiele gefunden!

Spielerische Unterhaltung

 

Die Lokalzeit aus Köln vom WDR berichtete 2011 von der Kölnerin Tina Schuster, die clevere und geistreiche Spiele für SeniorInnen entwickelt hat.

So gibt es beispielsweise Gedächtnisspiele und Denkspiele, wie etwa den „Lexikaner“. So bieten dabei Begriffe Ansätze für Gesprächsstoff.

Einmal pro Woche gibt es einen Spieletag, bei dem all die neuen Spielchen ausprobiert und ausgiebig getestet werden.

Motivation für Schuster war die eigene Familie. Eine ältere Verwandte war ebenfalls im hohen Alter und sie fragte sich, ob es nicht Spiele geben könnte, die genau auf sie zugeschnitten war. Sich also daran anpassten, was ältere Menschen noch sehen, noch verstehen, noch händeln konnten. Neben der Förderung des Geistes steht dabei auch der Spaß im Vordergrund. Den HeimbewohnerInnen macht es sichtlich Freude!

 


Arbeiten mit Kindern

 

Genauso aber freuen sich ältere Menschen, wenn sie von Jüngeren Besuch bekommen. Und wenn diese dabei noch direkt eine unterhaltsame und interessante Zirkusshow aufführen können, dann umso besser!

Im SeniorInnenheim „Haus Hainbuchenbrunnen“ bot der Müdener MitmachZirkus eine wahrhaft grandiose Show! Von einer lustigen Polonaise, über künstlerische Akrobatik, bis hin zu einer coolen Hola-Hop-Nummer war wirklich alles dabei. Die HeimbewohnerInnen hatten jedenfalls sichtlich Freude daran.

 


Seniorengymnastik

 

Wer rastet, der rostet. Das Sprichwort nehmen sich auch viele ältere Menschen zu Herzen und versuchen neben ihrem Geist auch ihren Körper fit zu halten. Dafür werden in vielen Heimen auch extra Gymnastikkurse angeboten, die genau auf die Beweglichkeit und die Bedürfnisse der HeimbewohnerInnen zugeschnitten sind.

So werden leichte Gewichte im Sitzen gehoben, Bälle wild hin und her gekickt oder ganz einfach mit Löffeln der eigene Körper abgeklopft. Im Vordergrund steht dabei aber natürlich der Spaß, denn die Lust an den Übungen soll gefördert werden. Aber auch der gezielte Muskelaufbau wird angeregt. Die SeniorInnen scheinen jedenfalls sichtlich Spaß zu haben!

 


Roboter im Heim

 

Aber auch die Digitalisierung macht vor Altersheimen nicht Halt. So werden teilweise extra für diesen Einsatz Roboter entwickelt, die mit den Heimbewohnern interagieren, sie unterhalten und sie zur Bewegung motivieren.

Beispielsweise wird der Roboter Pepper im Heim eingesetzt. Sie spielt mit Ihnen, stellt Quizfragen und kann somit Wartezeiten im Heimalltag gut überbrücken.

Weiter hat der Roboter viele verschiedene Sensoren, mit denen er sogar Berührungen, überall am Körper, wahrnehmen kann. Er kann auch Gesichter erkennen, das Alter der BewohnerInnen erraten und noch vieles mehr.

 

Mehr von Pepper!

 


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