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Eine gelungene Observation

In meinem Roman „Rex Jordan 2“ hat mein neues Ermittlerduo auch den Auftrag ein Villa zu observieren. Aber wie funktioniert überhaupt eine gute Observation und was macht diese aus?

Was ist eine Observation

Unter einer Observation versteht man die lückenlose Überwachung und Beobachtung von einzelnen Personen oder Gegenständen. Die Polizei hat dafür besonders ausgebildete Teams und sie darf auch nur bei begründetem Verdacht observieren. Andernfalls benötigt sie stets einen richterlichen Beschluss, da damit die Privatsphäre eingeschränkt wird.

Bei einem erhärteten Verdacht einer schweren Straftat darf dann auch länger als nur 24 Stunden lang observiert werden. Andernfalls gilt dieser Richtwert.

Weiter ist aber auch schon vom Gesetzgeber vorgesehen, dass eine Observierung stets nur als letztes Mittel in Betracht zu ziehen ist. Das bedeutet, dass in vielen Kriminalfilmen und Serien, wo sehr schnell observiert wird, in der Regel ebenfalls falsche Tatsachen dargestellt werden.

 

Was braucht eine gute und gelungene Observation?

Geheimhaltung und Diskretion sind hierbei das oberste Ziel, dass eine gute Observation benötigt. Weiter muss man für einen solchen Einsatz auch einen geeigneten Partner haben. Denn man sitzt teilweise stundenlang gemeinsam im Auto und muss schnell und sicher miteinander arbeiten können. Es gibt aber auch noch eine bewegte Observation, die auch viele aus Filmen kennen. Dabei gibt es mehrere Beobachter, die die Zielperson aus verschiedenen Perspektiven im Blick haben und diese auch verfolgen, wenn sie einen gewissen Zielort verlässt.

Natürlich ist auch das technische Equipment nicht zu vernachlässigen, wie etwa Kameras, Stethoskope oder Abhörgeräte. Besonders solche, die verschlüsselt übertragen und kabellos funktionieren erweisen sich im Alltag als praktisch.

 

Eine qualitativ hochwertige Observation

Behörden haben, wie bereits erwähnt, spezialisierte Teams für Observationen. Detektive haben dies nicht. Aber auch für sie gibt es bestimmte Qualitätsstandards, an die sie sich halten sollten. So benötigt es einen minutiösen und lückenlosen Bericht, auch eine visuelle Dokumentation mit Bildern ist wünschenswert, jede Verhaltensänderung der Zielperson muss erkannt werden und natürlich sollte man selbst nicht bemerkt werden. Genauso, wie man auch die Zielperson selbst am besten nicht aus den Augen verlieren sollte.

Aber was kann man dann tun, wenn man die Zielperson unterwegs verfolgen muss, zum Beispiel, wenn diese mit dem Auto wegfährt? Auch dabei gilt es vorher entsprechende Maßnahmen zu treffen. Man sollte wissen, welches Fahrzeug, mit Nummernschildern und Modell, der Zielperson zur Verfügung steht, um sie besser verfolgen zu können. Auch muss man wissen welche Transportmittel sie bevorzugt nutzt und auch welche typischen Wege sie hat, z.B. den Arbeitsweg. Dabei sind natürlich auch entsprechende Baustellen, Ab- und Umleitungen, sowie Staus mit zu berücksichtigen, die den Weg der Zielperson verändern können.

Kann man diese Merkmale beachten, erlangt man eine Observation von hoher Qualität und hohen Ansprüchen. Man darf immerhin nicht vergessen, dass die Beweise, die man als Ermittler sammelt, letztlich auch vor Gericht standhalten müssen und gerade dafür ist es notwendig exakt zu arbeiten.

 

Wie man sieht ist eine Observation also deutlich mehr, als nur mal eben ins Auto zu steigen und vor dem Haus der Zielperson zu kauern. Es bedeutet harte Arbeit und hat nicht umsonst gerne Schichten, die mehrere Stunden am Stück dauern können.

Henry hatte die Villa letztlich mit einer fliegenden Drohne observiert. Das geht auch, birgt aber natürlich auch ein hoher Potenzial entdeckt zu werden. Er ist ja aber auch noch ein klassischer Anfänger.

 


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